Abd-ru-shin

Oskar Ernst Bernhardt

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de:stimme:heft_9:fragen-beantwortungen

Fragen-Beantwortungen.

durch Abd-ru-shin

Frage

Hat die in der Botschaft erwähnte einseitige Großzüchtung des Vorderhirns des Menschen außer den furchtbaren geistigen Folgen dieser Erbsünde auch körperliche Nachteile?

Antwort

Sehr viele, da der Erdenkörper auf harmonische Entwicklung des Gehirnes eingerichtet ist und nicht auf die einseitige. Wer die Bedeutung des Gehirnes für den menschlichen Körper kennt, wird dies ohne weiteres verstehen. Es bleiben durch die falsche Behandlung sehr viele Fähigkeiten des Körpers unterdrückt, die sich sonst zu größem Nutzen des Menschen entfaltet haben würden, andere wieder können nur spärlich zur Geltung kommen, während im allgemeinen auch viele Krankheiten erstehen, von denen die Menschheit sonst verschont geblieben wäre.

Das alles ergibt eine dauernde Verkürzung der irdischen Lebensdauer, die sehr beträchtlich ist.

Die Menschheit wird in späterer Zeit nach erfolgter Umgestaltung mit Grauen erkennen, wie sehr sie mit diesem Abweichen von den Schöpfungsgesetzen auch irdisch gesündigt hat und welcher Schaden dadurch entstand. Viele Krankheiten werden vollständig verschwinden und die Lebensdauer eine überraschende Höhe annehmen.

Jetzt erst noch näher auf diese Dinge einzugehen, hat gar keinen Zweck; denn die Wandlungen kommen ganz selbsttätig und in solcher Einfachheit mit der Aufnahme des unverborgenen, lebendigen Wortes, daß die umgewandelten Menschen nur noch die Köpfe schütteln werden über das vorgetäuschte „hohe Wissen“ der verbogenen Zeit, deren Hohlheit durch sich selbst sich zeigen und zusammenbrechen mußte.

Frage

Es wird mir oft so schwer, meine Mitmenschen richtig zu erkennen, derart, daß ich sie nach ihrem inneren Werte einzuschätzen fähig bin. Und die Enttäuschungen schmerzen dann. Mancher Mensch, der wirklich Großes geleistet hat, entpuppt sich bei näherem Kennenlernen in seiner persönlichen Art als sehr klein. Wie ist das möglich?

Antwort

Wenn der Mensch nach seinem innerem Werte erkannt werden soll, nicht nur nach seinen vielleicht großen irdischen Werken, so muß auf die Kleinigkeiten geachtet werden, die er in seinem Wesen zeigt.

Gerade die vielen unbeachteten Kleinigkeiten zeigen das Eigentliche, das Persönliche des Menschen. Es ist sehr selten, daß ein Mensch in seinen Werken steht, sondern er stellt diese in den meisten Fällen vor sich hin.

Nur ein reifer Menschengeist ist eins mit seinen Werken.

Er allein ist dadurch auch wirklich lebendig in seinem Alltagswirken, zum Unterschiede von den vielen, welche ihre Arbeit nur automatisch erfüllen, selbst aber neben diesen Arbeiten verbleiben.

Den Letzteren fehlt natürlich auch die rechte Arbeitsfreude. Wohl können auch solche Menschen treu sein in einer Pflichterfüllung, aber sie sehen diese Erfüllung als einen Zwang an, in den günstigsten Fällen als einen für das Leben notwendigen Zwang, sie finden aber nie eine wirkliche Befriedigung darin, dadurch auch keine Freude, sondern sie schielen dabei immer verlangend nach etwas Anderem.

Dieses Andere hat dann gewöhnlich wenig mit Arbeit zu tun, sondern mit Erfüllung von Wünschen für Genüsse, die für den rechten Menschen erst aus den Pflichterfüllungen und aus freudig geleisteter Arbeit hervorgehen dürften; denn wahre Freude und ungetrübter Genuß ersteht nur in dem Bewußtsein treuer Pflichterfüllung und getaner freudiger Arbeit.

Beobachtet die Menschen auch hierbei in den Kleinigkeiten, dabei ist sehr schnell zu erkennen, ob sie ihre Arbeit ganz tun, also freudig, oder automatisch. Darnach sind sie einzuschätzen.

Frage

Abd-ru-shin spricht unter anderem in seiner Botschaft von einem großen Schöpfungs-Gesetze, daß nur im Geben auch rechtes Empfangen ruhen kann. Ich würde dankbar sein, gerade darüber noch genauere Hinweise hören zu dürfen, die mein Denken auf die richtige Bahn lenken.

Antwort

Dieses Gesetz durchdringt alles. Bei einiger Beobachtung ist es nicht schwer, es zu erkennen und daran zu lernen.

Es erstreckt sich nicht nur auf das bewußte und gewollte Denken und Tun der Menschen oder auf ihr Wirken in den einzelnen Berufen, sondern auch auf alle als selbstverständlich angesehene Vorgänge, die in gewissem Grade selbsttätig sich vollziehen.

Betrachten wir einmal das Atmen! Nur wer richtig ausatmet, kann und wird selbsttätig auch das gesunde und vervollkommnete Einatmen vollziehen, ja, er ist durch rechtes Ausatmen dazu veranlaßt und gezwungen. Das gibt dem Körper Gesundheit und Kraft.

Im Ausatmen gibt der Mensch! Er gibt etwas her, was in der Schöpfung von Nutzen ist es sei hierbei nur der Kohlenstoff genannt, der zur Ernährung der Pflanze gebraucht wird. Rückwirkend oder nachwirkend ist der Mensch, der Sorgfalt auf das Ausatmen verwendet, in die Lage versetzt, tief und mit Behagen wieder einzuatmen, wodurch ihm große Kraft zuströmt, ganz anders wie bei oberflächlicher Atmung.

Umgekehrt ist dies jedoch nicht der Fall. Der Mensch kann tief und genießerisch einatmen, ohne deshalb selbsttätig gezwungen zu sein, auch gründlich auszuatmen; denn die meisten Menschen vollziehen gerade das Ausatmen oberflächlich.

Sie suchen wohl genießerisch zu nehmen, doch sie denken nicht daran, daß sie auch etwas geben sollen.

Und aus dem Unterlassen des richtigen Gebens, also des vollkommenen Ausatmens, folgert mancherlei: Erstens kann der Mensch dadurch nie zu dem rechten Genießen des Einatmens kommen, und zweitens wird nicht alles das ausgestoßen, oder fortgeschafft, was für den Körper schädlich oder unverbrauchbar ist und diesen belasten oder im gesunden Schwingen hemmen muß, wodurch mit der Zeit vielerlei Krankhaftes erstehen kann. Ein aufmerksamer Beobachter wird auch hierin das unaufdringlich wirkende Gesetz erkennen.

Nicht anders in gröberen körperlichen Dingen. Die genußreiche Aufnahme der Speisen kann nur durch Verdauung, also Umänderung und Weitergabe zur Ernährung der Erde und Pflanzen erzielt werden. Es ist unbedingt davon abhängig.

Und wie es mit den körperlichen Dingen ist, so ist es auch mit den geistigen Vorgängen. Will ein Geist schöpfen, also empfangen, so muß er das Empfangene gewandelt weitergeben. Das Wandeln oder Formen von der Weitergabe stärkt und stählt den Geist, der in dieser Erstarkung immer mehr und immer wertvolleres aufzunehmen fähig wird, nachdem er Raum dazu geschaffen hat durch Weitergabe, sei es im Wort oder Schrift oder sonstiger Tat.

Es bringt ihm erst nach Weitergabe Erleichterung, sonst würde es ihn drücken, ständig belästigen oder beunruhigen und könnte ihn zuletzt sogar ganz niederdrücken. Nur im Geben, also weitergeben kann er wiederum erneut empfangen.

Ich führe diese leicht zu beobachtenden und verständlichen Dinge nur an, um einen Hinweis damit zu geben für das Große, dauernd Wirkende. Alle Vorgänge in der Schöpfung unterliegen diesem Gesetze. Auswirkend zeigt es sich natürlich der jeweiligen Ebene und Art entsprechend in stets anderer Formung.

Man kann dieses Gesetz auch anders bezeichnen, von anderer Seite aus beleuchten, in- dem gesagt wird: Wer empfängt, muß weitergeben, sonst kommt es zu Stauungen und Störungen, die schädlich sind und vernichtend werden können, weil es gegen das selbständig wirkende Schöpfungsgesetz ist. Und es gibt keine Kreatur die nicht empfängt.

Frage

Oft ist von Deutschland aus die Behauptung an mich herangetreten, Abd-ru-shin sei Jude. Schon seit Jahren hörte ich davon immer und immer wieder, und in letzter Zeit sonderbarerweise mehr denn je. Die Absicht, damit irgend eine Schädigung herbeizuführen, ist unverkennbar, deshalb würde ich dankbar sein, einmal von Abd-ru-shin selbst eine Antwort darauf zu hören, der sich wie immer bei allen Angriffen auch in dieser Angelegenheit vornehm zurückhält.

Antwort

Ich kann Ihnen auf Ihre Frage mit größter Einfachheit antworten: Die Behauptung, daß ich ein Jude sei, ist Lüge, und zwar eine sehr plumpe Lüge, weil ohne weiteres das Gegenteil in diesem Falle nachgewiesen werden kann, wie es bei manchen bisher sehr geschickt angelegten Verleumdungen in Entstellung von Tatsachen nicht immer so leicht der Fall gewesen ist.

Ich habe mich um die eigentlichen Ausgangsstellen in diesem Falle nicht gekümmert, aber wenn dort alles auf so schwachen Füßen steht, wie diese lächerliche und selbstverständlich übel gemeinte Lüge, so wird es für die Dauer nicht gut damit bestellt sein.

Es wurde vor Jahren in einer deutschen Zeitung mit derselben Absicht sogar einmal ein Bild von mir gebracht, an dem ich erkennen konnte, daß für diesen Zweck eine Fotografie von mir durch Retuschieren zurecht gestutzt, also gefälscht worden sein mußte, weil es keine Äehnlichkeit mit der wirklichen Aufnahme mehr aufwies. Vielleicht ist die betreffende Zeitung damit getäuscht worden. Aber ich habe auch damals geschwiegen, weil es mir zu lächerlich erschien, um auch nur ein Wort darüber zu sagen.

Wer an solche Dinge glauben will und deshalb meine Werke ablehnt oder sie nicht lesen will, der soll es ruhig tun; denn ich zwinge meine Vorträge niemand auf.

Trotzdem es für mich eine vollkommene Nebensache ist, habe ich den Nachweis meiner reinarischen Abkunft bis zum 16. Jahrhundert zurück in meinen Händen. Diese Beweise wurden von gerade und ehrlich denkenden Menschen gesammelt, es geschah nicht auf meine Veranlassung. Auch sind sie an verschiedenen Stellen deponiert und zur Entkräftung der immer wieder auftauchenden Behauptungen an entsprechenden Orten bereits vorgelegt worden.

Meine Botschaft selbst aber ist sachlich und richtet sich an alle Menschen, die auf der Erde eine Spanne Zeit verbringen dürfen. Ich würde gegen Gottes heiliges Gesetz handeln, wenn ich äußerlich Unterschiede darin machen wollte.

de/stimme/heft_9/fragen-beantwortungen.txt · Zuletzt geändert: 2020/11/21 12:32 von Marek Ištvánek