Abd-ru-shin

Oskar Ernst Bernhardt

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de:stimme:heft_5:der_nebenmensch

Der Nebenmensch.

von Herbert Vollmann

Wie lebenswichtig das harmonische Verhältnis von Mensch zu Mensch ist, geht allein schon aus den Ermahnungen und Geboten hervor, die stets von den auf Erden weilenden Gottgesandten den Menschen zum besseren gegenseitigen Verstehen gegeben wurden.

So wurde vor dreitausendfünfhundert Jahren schon dem Volke der Isra von dessen Fürsten Abd-ru-shin gekündet:

„Geht nicht an Euren Nächsten vorüber, so sie häßlich sind und denkt: Von Dir kann ich nichts lernen.

Seht sie ruhig einmal an, ohne über ihre Schwächen zu spotten, und Ihr werdet erkennen, daß sie gerade das zur Entstellung gebracht haben, was dazu bestimmt gewesen wäre, sie schön zu machen.“

Und viele Jahrhunderte später wurden wieder Worte auf Erden gesprochen, die zum Ziel hatten, das Verhältnis von Mensch zu Mensch einfach und natürlich zu gestalten und ihnen so den Weg in lichte Höhen zu weisen.

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ lautete das Gebot des Gottessohnes Jesus an die Menschen, als er sah, wie Neid und Selbstsucht den Garten der seelischen Liebe bis zur Unkenntlichkeit überwuchert hatten.

Dann nahte sich die Zeit des großen Weitgerichtes. Zum letzten Male erfolgte vom Lichte aus an die Menschheit die Aufforderung zur Ausübung wahrer Nächstenliebe.

Schlicht und einfach und doch so inhaltsreich, so bedeutungsvoll für den Menschengeist stehen die Worte in der Gralsbotschaft:

„Füget den Nebenmenschen nun kein Leid mehr zu, um eigenes Begehren damit zu erfüllen!

Was alles darin liegt, habt Ihr noch nicht erfaßt. Es ist der beste Stab für eines Menschen Wandern durch die Schöpfungsteile bis zum Paradies!“

Aber so sehr sich das Licht bisher Mühe gab, den Weg des Menschen in der Nachschöpfung durch Achtung und verstehende Liebe seinen Mitgeschöpfen gegenüber zu einem Weg dauernden, ungetrübten Glückes zu gestalten, der nur durch blumenreiche Auen, durch lieblich blühende Gärten voll herrlicher Schönheit führt, ebenso sehr, ja noch um ein Vielfaches mehr hat sich der Mensch diesen Mahnungen und Ratschlägen göttlicher Gnade und Barmherzigkeit verschlossen und sie einfach nicht beachtet.

Trotzdem kommt der Mensch nicht daran vorüber, sich über das Verhältnis zu seinen Nebenmenschen vollständige Klarheit verschaffen zu müssen.

Anders wird nie himmlischer Friede auch auf Erden erblühen, anders wird das Schicksal der Einzelmenschen wie auch der Völker nie einen Aufstieg des Geistes von der Erde in lichte Höhen zur Folge haben, um schließlich das eigentliche Ziel, das Paradies, das ewige Reich der erlösten und von aller Schuld befreiten Geister zu erreichen, wo er in seligem Schaffen weiter dienen darf voll jauchzenden Dankes für die große Herrlichkeit und unfaßbare Liebe des Schöpfers.

Der Mensch kann also das Gesetz des Zusammenschlusses nicht umgehen, möge er sich nun während seines Entwickelungsganges durch die weite Nachschöpfung auf Erden befinden oder in außerirdischen Ebenen, deren es viele gibt und die der Mensch in seiner Unwissenheit und Bequemlichkeit einfach mit dem Sammelbegriff „Jenseits“ abgetan hat.

Überall in den großen Reichen des Schöpfers schließen sich die Teile zusammen, die zu einer gleichen Art gehören; sie müssen miteinander in Berührung kommen nach dem Gesetz des Anschlußverlangens von Teilen gleicher Arten, das in alle Schöpfungen mit hineingewoben ist und keine Ausnahmen zuläßt.

So ist auch der Menschengeist als winziges Teilchen einer Schöpfungsart auf die anderen Teile der gleichen Art, also auf seine Nebenmenschen angewiesen.

Er muß sich außerhalb seines Ursprunges mit anderen Menschengeistern treffen und mit ihnen zusammen leben nach dem eben genannten Gesetz, daß alle Teile von einer Art sich wieder zusammenschließen in gemeinsamem Wirken, auch wenn sie sich außerhalb dieser Art befinden.

Die Menschen gehören zu der Schöpfungsart des Menschengeistigen, das seinen Platz an der untersten Stelle des Paradieses hat und dort eine Art für sich bildet, die unbewußte Teile, Geistkeime genannt, aus sich heraus zum Bewußtwerden in die Nachschöpfung entläßt, man könnte auch ruhig sagen abstößt.

Dieses Abtrennen unbewußter Geistkeime kommt in den Worten von der „Ausstoßung aus dem Paradiese“ zum Ausdruck.

Den losgelösten in der Nachschöpfung sich befindenden Geistkeimen wohnt der Drang inne, sich einander anzuschließen in verbindendem Wirken, ebenso wie sie den Drang in sich haben, sich mit der Art des Geistigen, die in ihrer Ganzheit nur im Paradiese zu finden ist, so schnell wie möglich wieder als bewußt gewordene Geister zu vereinen, vorausgesetzt, daß ihr Wollen rein verbleibt und nicht durch Besserwissenwollen eine Trübung erfährt.

Es ist dieser Drang nichts anderes als die Lichtsehnsucht, die Sehnsucht nach der geistigen Heimat, die jedem sichselbstbewußtwerdenden Menschengeiste innewohnt, es sei denn, daß er sie durch falsche Tätigkeit des erdgebundenen Verstandes verschüttet hat.

Das Sichselbstbewußtwerden eines unbewußten Geistkeimes hat bei anhaltendem guten Wollen ein Wiedereingehen in das Paradies zur Folge, wodurch die geistige Art jedes Mal gehoben und bereichert wird.

Wie sich nun im Paradiese die schon bewußt gewordenen Menschengeister in seligem Wirken zusammenschließen, so sollte es auch außerhalb des geistigen Reiches sein.

Von oben nach unten bis in die dichteste Stofflichkeit und wieder aufwärts von unten nach oben sollte es eine ununterbrochene Kette sich entwickelnder, reiner Menschengeister geben, die zusammenwirkend die Aufgabe gehabt hätten, die ihrer Art eigenen Strahlungen durch alle Schöpfungsebenen belebend, erquickend und aufbauend weiterzuleiten.

So sollte es sein, aber schon vor langer Zeit ist diese Kette durch die Menschen selbst zerrissen worden, was ein gewaltsames Unterbrechen des Kreislaufes der geistigen Strahlungen nach sich zog.

Dort, wo die Stofflichkeiten beginnen, hängt die Kette geöffnet herab und vergeblich entströmen ihr all die segenspendenden Kräfte.

Bis zur Unkenntlichkeit verbogen, auseinander gerissen, überwuchert von giftigen Schlinggewächsen, ist der einst so leuchtende Teil der Kette, der die Strahlen in die Stofflichkeit leiten sollte.

Kein Erdenmenseh steht mehr neben dem anderen. Mißtrauen, Neid und Selbstsucht haben Abgründe geschaffen, die sich kaum noch von Mensch zu Mensch überbrücken lassen und der Begriff „Nebenmensch“ so wie er im gottgewollten Schöpfungswirken schwingt, ist wie alle anderen geistigen Begriffe zu einem inhaltsleeren, abgenutzten Worte geworden, das oberflächlich und gedankenlos in der Rede gebraucht wird, ohne den wahren Wert und die wahre Bedeutung noch zu kennen.

Vor Zeiten waren die Menschen noch das, was wir ausgeglichen nennen. Sie kannten noch das Gesetz des Ausgleiches, waren lebendige Zeugen davon, daß sie stets vom Tische des Herrn, von den Gaben, die Gott den Menschen durch seine Schöpfung gnadenvoll bieten läßt, nur soviel nehmen durften, wie sie selbst zu geben vermochten.

Dadurch wurde keiner der Mitmenschen durch eigenes Begehren geschädigt und übervorteilt, keinem wurde ein Leid zugefügt.

Es war überall ein gleichmäßig leuchtendes Strömen menschlichen Wirkens, das von dem Gesetz des Ausgleiches im Geben und Nehmen in regelmäßigem Pulsschlag bewegt wurde.

Heute ist der Mensch seinem Schöpfer gegenüber nur ein Nehmender oder besser gesagt Fordernder, der alles an sich reißt, dessen er in seiner Eigensucht nur habhaft werden kann, ohne auch nur den kleinsten Dank als winzige Gegengabe dafür aufzuwenden.

Dazu kommt noch, daß die meisten Menschen die

Hebel umgestellt haben. Sie öffnen sich nicht mehr den belebenden Strömen von oben, sondern sie nehmen willig die Einflüsse des Dunkels auf und geben sie vielfach weiter.

Und über all dem Schmutz menschlicher Ichsucht stehen golden leuchtend hoch oben im All die Worte:

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“

Rein und klar schweben diese Worte über der lichtabgewendeten Menschheit. Doch selten nur irrt tastend aus der Tiefe ein lichter, zarter Strahl zu ihnen, Verbindung suchend und Kraft erbittend für die Überwindung des eignen Ichs, für ein gerechtes Verstehen der Nebenmenschen.

Wenn die Menschen in all ihren Erdenleben nur einen winzigen Teil der Liebe, die sie für sich aufgewendet haben, ihren Mitmenschen geschenkt hätten, so sähe es heute harmonischer und friedevoller in ihren Herzen aus.

Nun aber kostet es allen Menschen, die noch nicht ganz in sich verhärtet sind, schmerzhafteste Mühe, bis sie erleben und erkennen, wie sehr sie sich selbst immer geliebt haben, wie sehr sie so ganz eingesponnen sind in dem Denken und Tun für ihre eigene Person, wie sich ihr Trachten und Streben immer um den einen Mittelpunkt bewegt, um ihr eigenes Ich, weit entfernt von einem Verständnis für die Sorgen und Nöte, Fehler und Schwächen der Nebenmenschen.

Und doch muß sich, wie schon erklärt, der Mensch mit seinem Nächsten befassen, muß ihn lieben und achten lernen als ein Teil der gleichen Art, als ein Mitgeschöpf, das den gleichen Weg, dasselbe Ziel hat wie er.

Das Beobachten der Nebenmenschen ist aber heute schon deshalb sehr wichtig, weil man nur an ihnen alle die Fehler finden und erkennend betrachten kann, die Menschenart aus freiem Wollen, also aus eigener Schuld außerhalb des Paradieses in der Stofflichkeit großgezogen hat.

Die neutrale Beobachtung eines Menschen, die in seinem Tun und Lassen die Auswirkungen der Schöpfungsgesetze finden will, kostet bei der heute herrschenden Ichsucht eine große Selbstüberwindung, die nur noch in seltenen Fällen zu finden ist.

Denn es liegt bei der ichbetonten Veranlagung der Menschen immer die Gefahr nahe, daß das sachliche Beobachten in ein persönliches Vergleichen übergeht, das meistens mit dem Ergebnis endet, daß sich der Vergleichende über die entdeckten Schwächen des anderen erhaben dünkt, die er vielleicht bei richtigem Zusehen und mutigem Eingeständnis in noch viel stärkerem Maße selbst besitzt.

Das objektive Betrachten ist nichts anderes, als den eigenen Bannkreis einmal zu verlassen, dabei versuchend, sich in die Lage des Objektes, in diesem Falle des Nebenmenschen zu versetzen, sein Denken und Tun nachzuempfinden mit der Seele, und nicht grübelnd und kritisierend mit dem irdischen Verstande zu untersuchen oder zu zergliedern.

Das dürfte nicht allzu schwer sein, da Subjekt und Objekt den gleichen Ursprung haben, von der gleichen Art sind und daher trotz seelischer Verschiedenheiten durch die bei allen Menschen gleichen Artmerkmale des Geistigen auch eine Brücke zum gegenseitigen Verstehen gegeben ist.

Oder wird ein wacher Menschengeist nicht verstehen, daß auch sein Nebenmensch die der geistigen Art eigentümliche Lichtsehnsucht, den Drang zur Weiterentwickelung oder die der ganzen geistigen Art innewohnende Eigenschaft des friedevollen Hegens und Aufbauens in sich trägt und sie zum vollen Erblühen und zur Vollendung bringen möchte?

Das allein sind doch schon genug Brücken zur Einsicht und liebevollen gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, das allein läßt die Menschen auch einander erfreuen und anspornen zu immer höherem und edlerem Wirken in den prachtvollen Gärten des Schöpfers, die überall zu finden sind, wo sein Wille befolgt wird.

Ein wichtiger Hinweis für das Erkennen und Verstehen der Fehler und Vorzüge des Nebenmenschen wie auch für die Selbsterkenntnis liegt in den eingangs erwähnten Worten:

„Geht nicht an Euren Nächsten vorüber, so sie häßlich sind und denkt: Von Dir kann ich nichts lernen.

Seht sie ruhig einmal an, ohne über ihre Schwächen zu spotten, und Ihr werdet erkennen, daß sie gerade das zur Entstellung gebracht haben, was dazu bestimmt gewesen wäre, sie schön zu machen.“

Fällt uns demnach an einem Menschen auf, daß er Gedanken und Empfindungen des Hasses großzieht, so dürfen wir annehmen, daß diesem Menschen vom Schöpfer die Gabe zuteil wurde, durch Liebe, Güte und Wohlwollen seine Mitmenschen zu erfreuen. Weiter können wir folgern, daß ein eitler, hochmütiger Mensch durch Demut und Bescheidenheit ein Vorbild sein sollte, Oberflächlichkeit aber zum Ausdruck bringt, daß der Träger dieses Fehlers durch die Tiefe seines Empfindens hervorragen sollte.

Um die Erklärungen noch verständlicher zu machen, können wir umgekehrt folgern, daß bei einem fehlerlosen Menschen, dessen Haupteigenschaft Mut ist, beim Entstehen von Mängeln in erster Linie dieser Mut, der ihn schön macht, entstellt wird; er kann umschlagen in Mutlosigkeit und sogar Feigheit.

So wird beim Einsetzen eines falschen Wollens der Freigebige geizig, der Beherrschte aufbrausend, der in sich Gefestigte schwankend und wankelmütig.

Immer wird zuerst die gute Eigenschaft beim Auftreten von Fehlern entstellt, die den Menschen besonders zieren sollte.

Und stets wird eine gute Eigenschaft durch eine ganz bestimmte schlechte abgelöst.

So schlägt Liebe in Haß um und nicht in Feigheit, die wiederum als Gegenpol des Mutes in Erscheinung tritt.

Durch Erfahrungen haben wir die Gegensätze menschlicher guter Eigenschaften herausgefunden. Es wurden aber die Erfahrungen in diesem Falle durch der Menschen Schuld herbeigezwungen; sie hätten nie gemacht zu werden brauchen, wenn die Menschen den Weg zum Licht nicht verlassen hätten.

Hätten sie stets den Willen ihres Herrn und Gottes erfüllt, so würden heute in ihrem Sprachschatze eine ganze Reihe von Worten mit übler Bedeutung fehlen.

Wie sollte der Begriff und das Wort „Haß“ entstanden sein, wenn stets die echte, strenge und gerechte Liebe den Menschen erfüllt hätte?

Wie hätten die Worte „Krieg“ und „Streit“ geformt werden können, wenn immer wahre Friedensliebe in den Menschenherzen gewohnt haben würde?

Das üble Wollen der Menschen schuf so die Gegensätze, die das gesamte in dem Gotteswillen schwingende Schöpfungswirken nicht kennt!

Wasser und Feuer, Erde und Luft sind beispielsweise nur anscheinend Gegensätze, in Wirklichkeit ergänzen sie sich auf das vortrefflichste. Sie können schon deshalb keine Gegensätze sein, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben: Die Ausstrahlung Gottes!

Und innerhalb dieser göttlichen Ausstrahlung sind Gegensätze unmöglich!

Ein Gegensatz kann nur dort sein, wo falsches, lichtabgewandtes Wollen entsteht, wie bei den Fehlern und Schwächen der Menschengeister.

Das Gegensätzliche ist also immer gegen das Licht, gegen Gott gerichtet!

Eitelkeit ist ein Gegensatz zu der von Gott gewollten Anmut, Dünkel ein Gegensatz zu der im Gotteswillen schwingenden echten Demut, wie schließlich überhaupt das ganze durch Menschenwollen entwickelte Dunkel, das alle menschlichen Fehler und Schwächen einschließt, der Gegensatz des Lichtes Ist!

Daher berühren sich auch alle Gegensätze, weil sie einen gemeinsamen Ursprung haben: Das Dunkel!

Gleich und gleich gesellt sich gern! Das gilt auch für die aus gleicher Art, dem Dunkel, entstandenen Gegensätze!

Schon im Menschen selbst berühren sich die Gegensätze, Wenn er zwei oder mehrere üble Eigenschaften als Gegensätze zu guten im Lichte schwingenden Eigenschaften hat.

Es ist also falsch zu sagen, der Mut ist der Gegensatz zur Feigheit, weil Gegensätzliches immer nur lichtfeindIich sein kann und Mut eine edle, lichte Eigenschaft ist.

Richtig ist, daß Feigheit der Gegensatz des Mutes ist. -

Wenn nun bei diesen Betrachtungen plötzlich in unserer Seele die Frage auftaucht, welche Eigenschaften habe ich zur Entstellung gebracht, die dazu bestimmt gewesen wären, mich zum brauchbaren, nützlichen Baustein in dem gewaltigen Weltenbau zu machen, dann ist der beste Weg zur Selbsterkenntnis und damit auch zum richtigen Verstehen des Nebenmenschen gefunden, aus dem die wahre Nächstenliebe, die nur gerechte Strenge und nichts Weichliches kennt, still emporblüht wie eine schlichte, reine Blume, die zum Himmel weist als ein Geschöpf der ewigen allumfassenden Liebe Gottes.

Nur wenn der Mensch für seinen Nebenmenschen und alle anderen Geschöpfe die Liebe aufbringt, die eine Gleichart hat mit der Schöpferliebe, kann er höher steigen, dieser einen großen Alliebe entgegen, die in lichten Höhen für jede Art von Kreaturen ein Paradies geschaffen hat, in dem diese andauernd die unerfaßbare Gottesliebe in jauchzender Freude und seligem Wirken erleben dürfen.

So gehet hin und handelt! Nehmt Eure ganze Liebe, die Ihr so gern und willig für Euch selbst aufwendet und schenkt sie Eurem Nebenmenschen, so noch ein Fünkchen Sehnsucht in ihm glüht, dann könnt Ihr Hunderte, ja Tausende mit Leichtigkeit beglücken!

Und sie beglücken Euch im ewigen Wechselspiel der Weltgesetze.

Von einem anderen erhaltet Ihr dann Eure Liebe vielfach wieder, und diese Liebe segnet Gott mit tausend blanken Tropfen aus dem Himmelsborn!

de/stimme/heft_5/der_nebenmensch.txt · Zuletzt geändert: 2020/11/16 23:26 von Marek Ištvánek