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Oskar Ernst Bernhardt

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de:ruf:heft_5-7:mitteilungen_aus_dem_leserkreise

Mitteilungen aus dem Leserkreise.

Der Komponist Herr Fritz Koennecke in München schreibt seinen Mitlesern:

Stützen

für Suchende, die die Wahrheiten und Lehren Abdruschins in ihrem Inneren und äußeren Leben verwirklichen wollen. —

Prüfet in allem Euerem Denken und Tun, wo der Ausgangspunkt liegt. —

Dreifach wandelte Lucifer (oder das falsche Prinzip) Göttliches in sein Gegenteil.

  1. Den göttlichen Willen — in Eigen-Wollen
  2. Die göttliche Wahrheit — in Eigen-Wissen
  3. Die göttliche Liebe — in Eigen-Liebe.

Wer durch das Wesenhafte hindurchgedrungen ist und den Hauch seiner geistigen Heimat in sich spürt, gewinnt von selbst die Sicherheit des Urteils, worin sein Wünschen, Wollen und Tun wurzelt. Und es gibt nur diese drei Quellen. Auf sie ist alles zurückzuführen. Wer noch nicht so weit ist, wer seinen Ur-Lebensrythmus (der bei jedem Menschen individuell anders geartet ist, je nach den inneren Forderungen seines Lebens und dem Stand seines geistigen Fortgeschrittenseins) noch nicht ganz gefunden hat, aber strebend sich bemüht, auf die inneren Gesetze seines Seins zu achten, wird bald in sich eine fein reagierende geistige Waage entdecken, die ihm empfindungsgemäß ganz deutlich die Beschaffenheit seines Wollens, seines Wissens und seiner Liebe zeigt. —

Darum ist es nur nötig, besonders auch im alltäglichen Denken und Tun, in seinem Empfindungsleben diese Waage zu errichten und zu beobachten. — Sie reagiert feiner als die Scham. — Scham ist erst das letzte Sicherheitsventil, ein Schutz, den uns die göttliche Fürsorge mit auf die Lebensreise gab. —

Wer in seinem Denken und Handeln erst prüfend stehen bleibt, wenn die Scham in ihm aufsteigt, hat schon viel versäumt und kommt nicht rasch vorwärts. Auch Konzentration, Meditation usw. bringt ihn nicht schnell genug voran. —

Mitten im werktätigen Leben stehen mit dieser feinen Waage in sich, dann sind wir auf dem rechten Wege. —

Es gibt zu den Wahrheiten, die uns Abdruschin vermittelt, zunächst nur ein Ganzes Ja zu sagen oder Nein. —

Sagt man Ja, dann ist das erste Gebot das Bewußtwerden dieser Waage in sich, die ganz deutlich bei allem Tun und Lassen entweder nach der negativen Seite Luzifers oder der positiven Gottes ausschlägt und so uns zeigt, wie es mit der Beschaffenheit unseres Wollens — unseres Wissens — unserer Liebe bestellt ist. —

de/ruf/heft_5-7/mitteilungen_aus_dem_leserkreise.txt · Zuletzt geändert: 2020/09/13 21:45 von Marek Ištvánek