de:gralsbotschaft:1931:der_mensch_und_sein_freier_wille
Differences
This shows you the differences between two page versions.
| Next revision | Previous revision | ||
| de:gralsbotschaft:1931:der_mensch_und_sein_freier_wille | 2020/09/25 18:03 – angelegt Marek Ištvánek | de:gralsbotschaft:1931:der_mensch_und_sein_freier_wille | 2021/01/09 01:55 | current – Marek Ištvánek | ||
|---|---|---|---|
| Line 31: | Line 31: | ||
| Eine derartige Erklärung aber läßt sich wiederum nur dann abgeben, wenn auf das ganze Werden des geistigen Menschen zurückgegriffen wird, um von dem Augenblicke auszugehen, in dem das Geist-Samenkorn des Menschen sich erstmalig in die feinstoffliche Hülle senkt, den äußersten Rand der Stofflichkeit. — | Eine derartige Erklärung aber läßt sich wiederum nur dann abgeben, wenn auf das ganze Werden des geistigen Menschen zurückgegriffen wird, um von dem Augenblicke auszugehen, in dem das Geist-Samenkorn des Menschen sich erstmalig in die feinstoffliche Hülle senkt, den äußersten Rand der Stofflichkeit. — | ||
| - | Dann sehen wir, daß der Mensch durchaus nicht das ist, was er sich einbildet zu sein. Er hat nimmermehr das unbedingte Anrecht an die Seligkeit und an ein ewiges persönliches Fortleben in seiner Tasche ((Vortrag | + | Dann sehen wir, daß der Mensch durchaus nicht das ist, was er sich einbildet zu sein. Er hat nimmermehr das unbedingte Anrecht an die Seligkeit und an ein ewiges persönliches Fortleben in seiner Tasche ((Vortrag: [[de: |
| Der Mensch wird als ein Geistkeim in die Schöpfung gesenkt. Dieser Keim trägt alles in sich, um sich zu einem persönlich bewußten Kinde Gottes entwickeln zu können. Dabei ist aber vorausgesetzt, | Der Mensch wird als ein Geistkeim in die Schöpfung gesenkt. Dieser Keim trägt alles in sich, um sich zu einem persönlich bewußten Kinde Gottes entwickeln zu können. Dabei ist aber vorausgesetzt, | ||
| Line 67: | Line 67: | ||
| Diese Erkenntnis wirft nichts um, sondern bestätigt nur alles, was Religion und Kirche bildlich sagen. Vor allem erkennen wir immer mehr und mehr die große Wahrheit, die Christus der Menschheit brachte. | Diese Erkenntnis wirft nichts um, sondern bestätigt nur alles, was Religion und Kirche bildlich sagen. Vor allem erkennen wir immer mehr und mehr die große Wahrheit, die Christus der Menschheit brachte. | ||
| - | Es ist auch selbstverständlich, | + | Es ist auch selbstverständlich, |
| Je bewußter nun ein Geisteskeim in seiner Entwicklung wird, desto mehr nimmt seine äußere Hülle die Gestalt der inneren Eigenart an. Entweder nach dem Edlen hinstrebend oder nach dem Unedlen, also schön oder unschön. | Je bewußter nun ein Geisteskeim in seiner Entwicklung wird, desto mehr nimmt seine äußere Hülle die Gestalt der inneren Eigenart an. Entweder nach dem Edlen hinstrebend oder nach dem Unedlen, also schön oder unschön. | ||
| Line 77: | Line 77: | ||
| Der sich in dieser Weise nun mehr und mehr entwickelnde Keim des Geistes muß der Erde dabei immer näherkommen, | Der sich in dieser Weise nun mehr und mehr entwickelnde Keim des Geistes muß der Erde dabei immer näherkommen, | ||
| - | Die Schwingungen von der Erde aus sind deshalb so stark, weil hier ein neues, sehr verstärkendes Etwas dazu kommt: Die grobstofflich-körperliche Sexualkraft ((Vortrag | + | Die Schwingungen von der Erde aus sind deshalb so stark, weil hier ein neues, sehr verstärkendes Etwas dazu kommt: Die grobstofflich-körperliche Sexualkraft ((Vortrag: [[de: |
| Diese hat die Aufgabe und die Fähigkeit, das ganze geistige Empfinden zu // | Diese hat die Aufgabe und die Fähigkeit, das ganze geistige Empfinden zu // | ||
| Line 115: | Line 115: | ||
| Diese Zaubermacht, | Diese Zaubermacht, | ||
| - | Als Grundlage hat sie die ähnlichen ideal-sehnsüchtigen Empfindungen der unverdorbenen Jugend bei dem Eintreten der Sexualkraft, | + | Als Grundlage hat sie die ähnlichen ideal-sehnsüchtigen Empfindungen der unverdorbenen Jugend bei dem Eintreten der Sexualkraft, |
| Die erste sich regende Empfindung bei erwachender reiner Liebe ist das sich Unwertdünken dem geliebten anderen gegenüber. Mit anderen Worten kann man diesen Vorgang mit eintretender Bescheidenheit und Demut bezeichnen, also den Empfang zweier großen Tugenden. Dann schließt sich daran der Drang, schützend die Hand über den anderen halten zu wollen, damit ihm von keiner Seite ein Leid geschähe, sondern sein Weg über blumige, sonnige Pfade führt. Das „Auf-den-Händen-tragen-wollen“ ist kein leerer Spruch, sondern kennzeichnet die aufsteigende Empfindung ganz richtig. Darin aber liegt ein Aufgeben der eigenen Persönlichkeit, | Die erste sich regende Empfindung bei erwachender reiner Liebe ist das sich Unwertdünken dem geliebten anderen gegenüber. Mit anderen Worten kann man diesen Vorgang mit eintretender Bescheidenheit und Demut bezeichnen, also den Empfang zweier großen Tugenden. Dann schließt sich daran der Drang, schützend die Hand über den anderen halten zu wollen, damit ihm von keiner Seite ein Leid geschähe, sondern sein Weg über blumige, sonnige Pfade führt. Das „Auf-den-Händen-tragen-wollen“ ist kein leerer Spruch, sondern kennzeichnet die aufsteigende Empfindung ganz richtig. Darin aber liegt ein Aufgeben der eigenen Persönlichkeit, | ||
de:gralsbotschaft:1931:der_mensch_und_sein_freier_wille
Last modified: 2020/09/25 18:03 - Marek Ištvánek
Last modified: 2020/09/25 18:03 - Marek Ištvánek