Was hat der Mensch zu der Erstehung dieser Erde mit getan, das ihm ein Anrecht geben könnte, frei darüber zu verfügen! Sie streiten sich andauernd um Verteilung des Besitzes, ohne sich darum zu kümmern, was der wirkliche Besitzer dazu sagt.
Ihr Menschen wollt Euch gar nicht darum kümmern, weil Ihr genau empfindet, daß solches neid- und haßerfüllte Tun gegen den Willen des Besitzers ist, der Euch die Erde gnadenvoll als Wohnung in der groben Stofflichkeit gewährt.
Dies Tun kennzeichnet scharf die Einstellung der Erdenmenschen ihrem Gott und Schöpfer gegenüber! Darüber täuschen leere Worte, oder heuchlerisches, in sich leeres Tun nicht mehr hinweg. Vandalen gleich hausen die Erdenmenschen mit den ihnen anvertrauten Gütern. Anvertraut sind diese Güter nur, für richtige Verwendung in dem Sinne Gottes, und nicht anders!
Es darf Euch deshalb auch nicht in Erstaunen setzen, wenn die böswilligen, rohen Gäste nun hinausgeworfen werden aus der Wohnung, die sie dauernd schänden, des Besitzers damit spottend.
Des Besitzers! Das ist kein leeres Wort, nicht ein hohler Begriff, und ich will es kurz erklären, will in großen Zügen zeigen, daß es tatsächlich so ist; denn auch in diesen Dingen sollt Ihr von dem Glauben zu der Überzeugung kommen. Nur von Eurer Wohnung will ich dabei sprechen, also von der Erde! Von deren Erbauung.
Ihr wißt, daß alles, was sich in den Welten formen kann, in der Ausstrahlung des Allheiligen Lichtes liegt.
Die Ausstrahlung des Lichtes enthält alles, was zu der Erschaffung aller Welten nötig war, was zu deren Erhaltung nicht entbehrt werden kann. Wenn Ihr mir richtig folgen wollt, so macht von vornherein einen scharfen Unterschied zwischen Gott, dem allheiligen Lichte selbst, und zwischen der Gottausstrahlung.
Ihr dürft nicht den Fehler machen, zu denken, Licht und dessen Ausstrahlung sind eins, weil die Strahlung aus dem Lichte kommt. Eine solche Begründung würde menschlichem Denken entspringen, das bis in diese Höhen nicht zu reichen vermag und deshalb auch keinen Begriff dafür finden kann.
Begnügt Euch deshalb damit, wenn ich sage, daß die unmittelbare Ausstrahlung Gottes zwar göttlich ist, aber nicht Gott selbst. Also ist es zweierlei, nicht als eins anzusehen.
Die unmittelbare Ausstrahlung Gottes aber hat nun wiederum ihre Grenze in der Gralsburg. Darüber hinaus ist sie gewandelt und deshalb nicht mehr als göttlich zu bezeichnen.
Je weiter sie sich abwärts senkt, desto mehr Wandlungen macht sie durch bei Abkühlungen und damit verbundenen Veränderungen in sich selbst. Trotzdem muß man sie immer Ausstrahlung des Lichtes nennen, die sie auch in Veränderungen noch verbleibt, nur ist ein Unterschied darin.
Ich habe das in meiner Botschaft alles schon erklärt, so weit, um ein genaues Bild davon zu geben. Heute will ich nur vom Bau der Erde sprechen. Deshalb übergehe ich die Wandlungen der Lichtausstrahlung bis zur Stofflichkeit und deren Auswirkungen und beginne ohne weiteres gleich mit der Erde selbst.
Es ist nicht leicht, so aus dem Weltenraum heraus gegriffen einen Anfangspunkt dafür zu formen, wo doch alles in Bewegung sich befindend unzertrennlich ist. Sucht Euch deshalb den einen Satz zuerst ganz klar zu machen:
Alles Grundlegende, Treibende, Aufbauende, Haltende und Erhaltende ist Strahlung!
Darin muß sich Euer Wissenwollen fest verankern. Der Druck oder die Kraft des Lichtes selbst erzwingt dazu die stoßende und kreisende Bewegung, so daß nichts zum Stillstand kommen kann.
Und in dieser andauernden Bewegung, verbunden mit Erwärmungen und Abkühlungen formt sich alles, jeweilig in einer ganz bestimmten Art, wie sie sich dem Gesetz der Strahlungen entsprechend gar nicht anders formen kann.
Das mag als Grundlage genommen werden zu dem Bilde, was ich geben will.
Auf dem Wege bis herab zu den Stellen, wo sich Stofflichkeiten verdichten und formen können, hat sich aus den Strahlungen vieles bereits zur Formung gelöst, wie die verschiedenen Stufen des Reingeistigen, des Geistigen und Nurwesenhaften. Damit konnten sich Ebenen und Welten bilden, die in sich selbst kreisend bestimmte Grenzen nicht überschreiten.
In entsprechender Abkühlung der Strahlungen vermochten sich auch die grobstofflichen Gesteine der Erde zusammenzufügen, wobei dieser Gesteinsart genau entsprechende wesenhafte Helfer bewußt am Werke sind, die durch ihr sich dabei steigerndes Bewußtsein auch entsprechende menschliche Formen erhalten.
Wasser, Luft und Erde hatten sich dabei schon ebenfalls gesondert.
Also nehmen wir an, wir finden zuerst bei unserer Betrachtung auf diesem Erdenteil nur Luft, Wasser, Erde und Gestein. Alles dies war mit in der Ausstrahlung Gottes enthalten, konnte sich aber erst in der ganz bestimmten Abkühlung durch Bewegung zusammenschließen und damit stofflich fühlbar und sichtbar werden.
Trotz dieses Sichtbarwerdens in der Abkühlung bleibt noch eine gewisse Strahlung jeder dieser Arten zu eigen, ,so daß also auch das Gestein eine Eigenstrahlung hat, die es gleichzeitig zusammenhält.
Nun wird das Gestein den Einwirkungen der Luft und der Feuchtigkeit, sowie auch den sich verändernden Temperaturen unterworfen, namentlich an seiner Oberfläche. Mit der Zeit bringen diese Einwirkungen auf der äußersten Schicht Veränderungen hervor, die man mit Verwitterung bezeichnet.
Da die Eigenstrahlung des Gesteines nach außen hin durch die verwitterte Schicht dringt, diese bildlich gesprochen durchglüht, wird sie in diesem Durchglühen verändert, bevor sie nach außen wirken kann, weil die Verwitterung eine Veränderung der äußersten Schicht des Gesteines herbeiführte.
Diese dadurch ganz naturgemäße Veränderung der Strahlung gibt ihr aber auch veränderte Eigenschaften. Sobald diese Veränderung der Ausstrahlung des Gesteines nun einen ganz bestimmten Grad erreicht hat, bietet sie die Möglichkeit des Zusammenschließens des in der unsichtbaren Allgemeinstrahlung noch lose ruhenden Samens für Flechten und Moose.
Diese werden von der Strahlungsart verwitterten Gesteines angezogen und entsprechende wesenhafte Helfer schließen sie sorgsam zusammen, fördern sie zur Reife und pflegen das Wachstum der daraus entstehenden Pflanzen, die wiederum eine Eigenstrahlung entfalten in dem Zusammenschluß.
Wenn sie dann welken und verwesen, tritt in deren Ausstrahlung wiederum eine Veränderung ein, die bei einem ganz bestimmten Zustande den Weg zum Zusammenschluß der Samen für andere Pflanzen bietet. Überall sind wesenhafte Helfer liebend und fördernd am Werke, die sich noch vor dem gröberen Zusammenschluß der Samenteile unter der Einwirkung der veränderten Strahlungen bilden können, wie die schon oft von verschiedenen Menschen geschauten Gnomen, Elfen usw.
So geht es weiter in dem Aufbau oder der Entwickelung, wie man es nennen will. Die Strahlungen geben in den Veränderungen immer neuen Arten zum Zusammenschluß und zur Entwickelung Gelegenheit.
Es erstehen so die verschiedenartigsten Pflanzen, immer ganz dem gesetzmäßigen Aufbau folgend, der in der Veränderung der Strahlungen getragen wird und zur Auswirkung kommt.
Durch Zusammenschluß von Strahlungen der Gesteine, verwesender Pflanzen, des Wassers, wie der Luft und Erde, erstehen dann bei ganz gesetzmäßig bestimmter Art und Menge auch die ersten Tiere, deren grobstofflicher Samen ebenfalls in der Allgemeinstrahlung ruhend unsichtbar vorhanden ist.
Das betreffende, dafür geeignete Strahlungsgemisch zieht die vorhandenen Teile magnetisch aus der Hauptstrahlung an, die ja immer alles umschließt, und so formt sich zuerst der Same als Niederschlag, nicht etwa das Tier, das erst aus dem zusammengezogenen Samen sich entwickelt.
Damit wird auch das geflügelte Wort kein Rätsel mehr bleiben: War als erstes auf der Erde das Huhn oder das Ei?
Die Entwickelung nahm dann auf dieser in den Strahlungsveränderungen ruhenden gesetzmäßigen Art der Erschaffungen ihren Fortgang, von Stufe zu Stufe ansteigend, bis zuletzt das höchstentwickeltste Tier in einem ganz bestimmten Reifezustand eine derartige Blutausstrahlung erhielt, die dem Menschengeistkeime die Möglichkeit gab, ihn durch die Art der damaligen Blutausstrahlung anziehend sogar zwang, sich zu inkarnieren und, langsam in dem Tierkörper erwachend, diesen umzugestalten, um den heutigen Menschen auch äußerlich zu formen mit den steigenden Graden des Sichselbstbewußtwerdens.
Ich will heute nur in groben Zügen einen Hinweis der Erstehung geben, um ein Bild zu formen, das Euch zeigt, wie alles Gottes Eigentum sein muß, weil es aus seiner Ausstrahlung erstand und ohne diese nicht sein könnte.
Der Mensch jedoch hat keinen Anteil an der Erde, sondern darf sie nur bewohnen. Sie war bereits erbaut, als er auf ihr erwachen durfte zur Entwickelung eines bewußten Seins.
Hättet Ihr die Gottgesetze in der Schöpfung im demütigen Empfangen aller Gaben sorgfältig erlauscht und dann sich diesen eingefügt, was gleichbedeutend ist mit darnach handeln, so würdet Ihr schon heute auf der Erde wie im Paradiese leben, ohne Sorgen, ohne Streit, Ihr würdet Neid und Haß, Habsucht und Machtgier gar nicht kennen, kurz, Ihr würdet Menschen sein!
Glückliche Menschen, die in Harmonie im Strahl des Lichtes schwingend weiter bauen an dem Reiche, welches Gott gehört.